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Themenbereich Entwicklungspolitik

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Bücher

 

Siegfried Pater, "STICHWORT WENDE - KONSERVATIVE ENTWICKLUNGS-POLITIK SEIT DEN ACHTZIGERN", HORLEMANN Verlag, Honnef 1990, 196 S., € 10,00, ISBN: 3-927905-05-4.

"Der Autor konnte bei seinen Recherchen auch Einblicke in die Entscheidungsmechanismen des Bonner Entwicklungsministeriums nehmen. So zitiert er aus einem vertraulichen Papier des Ministeriums, in dem für den Hausgebrauch Erläuterungen für den praktischen Politikdialog gegeben werden: "Auf jeden Fall muß der Eindruck vermieden werden, daß dem Entwicklungsstand etwas aufgezwungen werden soll", heißt es dort, "wegen der Besorgnis des Entwicklungslandes gegenüber zu großer Einflußnahme von außen sollten Geberabstimmungen behutsam erfolgen. Der Autor sieht den "neuen Partnerlook" des Politikdialogs aber auch als Mittel, eigene Exportinteressen bei der Projektvergabe durchzusetzen. Dazu werde immer mehr zum sogenannten "Angebotsprinzip" übergegangen - das Ministerium reagiert nicht mehr nur auf die Vorschläge der Empfängerländer, sondern unterbreitet offensiv Vorschläge für Projekte. (Frankfurter Rundschau)

 

Kurt Bangert / Siegfried Pater: "WIE KANN ENTWICKLUNGSHILFE WIRKLICH HELFEN?", Edition Siegfried Pater, Bonn 2000, 111 S., broschiert (21 x 19), € 12,90, ISBN: 3-931988-05-8

"Kritische Veröffentlichungen über Entwicklungshilfe gibt es mittlerweile in großer Anzahl. Zurecht fragen aber immer mehr Menschen, wie kann Entwicklungshilfe denn wirklich helfen? Diese Buch greift die Frage auf und möchte Vertretern von Nichtregierungs-organisationen (NROs), Wissenschaftlern, Politikern und Fachjournalisten eine Plattform geben, die dazu dienen soll, die notwendige Diskussion über Verbesserungen in der Entwicklungshilfe mit Vorschlägen zu bereichern. (...)

Die in entwicklungspolitischen Angelegenheiten erfahren Autoren dieses Buches haben kein Schreckensbild der Zukunft, sondern Hoffnungs- und Handlungsperspektiven aufgezeichnet und für eine zukünftige Armutsbekämpfung viele vernünftige und notwendige Empfehlungen ausgesprochen, die aber alle ins Leere gehen, wenn es am politischen Willen und an unser aller Einsicht fehlen sollte. Armut macht uns alle ärmer. Armut dürfen wir nicht länger tolerieren."

 

 

Filme

HILFE ZUR SELBSTHILFE - WEM NUTZT DIE ENTWICKLUNGSHILFE" von Roshan Dhunijbhoy, Mitarbeit. Siegfried Pater, 1989, 30 Min., VHS-Video (Kaufpreis: € 52,00, Leihgebühr: € 16,00)

"Was bewegt Deutsche zur Entwicklungshilfe? Unzufriedenheit mit der eigenen Gesellschaft, die Suche nach Wärme, das Gefühl, gebraucht zu werden, gute Verdienstmöglichkeiten, hiesige Arbeitslosigkeit, ein schlechtes Gewissen oder Streben nach Führungsrollen, die in der heimischen Gesellschaft nicht erreichbar sind? Roshan Dhunijbhoy betreibt eine aufschlußreiche Motivsuche. Beispiel: Siegfried Pater, ein ehemaliger Entwicklungshelfer." (Fernsehwoche)

 

Themenvorschläge

  • Als Entwicklungshelfer in Brasilien
  • Entwicklungspolitik - Hilfe für wen?
  • Wie kann Entwicklungshilfe wirklich helfen?
  • Millionen von Projekten statt Millionen-Projekte?

 

Pressestimmen

Unterstützung an arme Länder versandet oft oder dreht sich sogar in ihr Gegenteil um

"Wir reden immer von Unterentwicklung in der Dritten Welt, dabei sind wir in unserem Bewußtsein unterentwickelt. Man spricht so oft von der Dürre in ärmeren Ländern. Ich dagegen meine eher die Dürre in den Köpfen unserer Politiker.' Siegfried Pater ließ als Gastreferent der Gustav-Heinemann-Initiative im VHS-Gebäude an seiner tiefen Skepsis über die Fähigkeit des Westens, der sogenannten Dritten Welt wirklich zu helfen, keinen Zweifel. Auf die Frage, ob wirkliche Entwicklungshilfe durch den Staat den überhaupt möglich sei, reagiert der Referent nachdenklich. Der Staat müsse gezwungenermaßen Kontakte mit offiziellen stellen im Empfängerland herstellen und pflegen. Herrschende Feudalstrukturen würden gefestigt, der Mensch selbst sei meist nur Objekt. Nichtstaatliche Organisationen wie die Kirche, ergänzt Pater, sind flexibler und der Elite weniger verpflichtet. Hilfe in der bisherigen Form vergleicht er mit einem Trojanischen Pferd: Sie bewirkt häufig etwas anders als das, was zunächst nach außen dringt. Das gelte auch für gefahrlos klingende Leistungen wie Alphabetisierungskurse. Auch sie seien wertgebunden, auch sie können bestehende kulturelle Machtstrukturen zementieren. Fortschritte? Siegfried Pater nennt zunächst das Weltwirtschaftssystem, das in wesentlichen Punkten neugestaltet werden müsse, um den armen Ländern ihre Rohstofferlöse zu sichern und ihren Fertigprodukten Absatzwege zu ebnen. Noch radikaler wäre eine Abkopplung." (Westdeutsche Allgemeine Zeitung)

Podiumsdiskussion zum Thema Entwicklungshilfe

"Zwischen Erhard Eppler, ehemals Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit, nun Präsident des deutschen Kirchentages, und dem freien Journalist und Publizist Siegfried Pater entspann sich etappenweise eine hitzige Diskussion. Eppler vertrat die Auffassung, daß Entwicklungspolitik nur über Politik sinnvoll zu gestalten sei. Räumte allerdings auch ein, daß die Politik der vergangenen Jahre nicht besonders viel gebracht habe, insbesondere das verhalten der EG. Die EG habe seiner Meinung nach in den vergangenen 20 Jahren mehr Schaden angerichtet, als sie in den kommenden 20 Jahren wieder gut machen könne. Siegfried Pater, früherer Entwicklungshelfer in Brasilien, sprach sich dafür aus, Entwicklungshilfe, wie sie momentan geschehe, völlig zu streichen. ‚Ich spreche den politisch verantwortlichen den Willen ab zu helfen' so der Journalist. Auch hier wieder der Aspekt der Partnerschaft; Pater erklärte, in der Dritten Welt werden keine Millionenspenden benötigt, helfen könne man nur mit gesundem Menschenverstand. Der Dunniger Pfarrer Josef Neuenhofer zeigte einen ersten Schritt auf. Seiner Meinung nach sollte man nicht in millionenteure Großprojekte investiere, sondern mehr Entwicklungshelfer in die Länder schicken." (Schwarzwälder Bote)


 


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